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Wie in Bad Urach die Brezel erfunden wurde

Habt ihr Euch nicht auch schon mal gefragt, woher die Brezel stammt? Aus dem Schwabenland natürlich! Die Legende besagt, dass der Bäcker Frieder aus Urach der Erfindung der Brezel sein Leben verdankt.

© BeckaBeck

Vor einigen hundert Jahren hatte Graf Eberhard von Urach einen sehr berühmten Hofbäcker. Eines Tages wurde entdeckt, dass der Bäcker ein Dieb war und von den Waren seines Grafen gestohlen hatte. Das war in jenen Tagen ein sehr schlimmes Verbrechen. Doch der Graf war nicht abgeneigt, Gnade vor Recht ergehen zu lassen, denn er schätzte Frieders Backkünste sehr und wollte nicht darauf verzichten. Des Grafen Angebot sah folgendermaßen aus: Wenn Bäcker Frieder es schaffte, innerhalb von drei Tagen ein Brot zu backen, durch das drei Mal die Sonne scheint, so solle sein Leben verschont bleiben.

Zwei Tage vergingen ohne einen guten Einfall des Bäckers. Am dritten Tag war der Bäcker schon nahezu verzweifelt, als ihm die zündende Idee kam: Als er seine Frau sah, wie sie ihm mit verschränkten Armen beim werkeln zusah, versuchte er, diese Form nachzubilden. Schnell arbeitete er die Form der verschlungenen Arme in sein Gebäck ein. Somit war die Aufgabe erfüllt, die Sonne konnte durch dieses Gebäck drei Mal scheinen. Die Teigform war fertig und musste nur noch in den Backofen. Zu Frieders Entsetzen stieß dann die Katze das Backblech um und die neue Backkreation landete in einer Laugenwanne. Frieder ließ es trotzdem auf einen Versuch ankommen und schob die Teiglinge in den Ofen –heraus kam ein krosses Laugengebäck, von dem der Graf begeistert war –denn tatsächlich schien die Sonne drei Mal hindurch.

Da das Gebäck mit den drei Löchern aber noch keinen Namen hatte, wurde die Frau des Grafen -eine Prinzessin aus Italien -nach Ihrer Meinung befragt. Sie erinnerte sich an das lateinische Wort für "Ärmchen": "bracchia", welches später eben zu BREZEL wurde. So konnte der Bäcker Frieder sein Leben retten.