Heidengraben
Das Oppidum Heidengraben (Schwäbischen Alb) ist die größte keltische Siedlung Europas und verbindet beeindruckende Geschichte mit einzigartiger Natur. Heute lädt die Region mit Wanderwegen, Aussichtspunkten und Erlebnisangeboten zu Erholung ein.
Die drei Albgemeinden Grabenstetten, Hülben und Erkenbrechtsweiler beherbergen die Überreste der größten keltischen Siedlung Mitteleuropas – das Oppidum Heidengraben. Heute ist die Region ein attraktives Naherholungsgebiet mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten und beeindruckender Natur.
Aus der Vogelperspektive wird die besondere Lage deutlich: Schroffe Felsen und steil abfallende Hänge grenzen das Gebiet vom Tal ab, während nur wenige Wege auf die Albhochfläche führen. Diese geschützte Lage machte den Heidengraben einst zu einem strategisch wichtigen Siedlungsraum der Kelten und bietet heute ideale Bedingungen für Naturerlebnisse und Aktivitäten im Freien.
Um etwa 100 v. Chr. entstand hier auf rund 1.700 Hektar die größte keltische Siedlung der prähistorischen Zeit in Mitteleuropa. Ein „Oppidum“ bezeichnet dabei eine große, stadtähnliche Ansiedlung.
Noch heute sind die Überreste der mächtigen Befestigungsanlagen im Gelände gut sichtbar. Die Ursprünge reichen jedoch bis etwa 1200 v. Chr. zurück: Beim heutigen Burrenhof entwickelte sich ein Gräberfeld zu einem bedeutenden Bestattungs- und Kultplatz, verbunden durch ein weitläufiges Wege- und Straßennetz mit der Umgebung.
Das Erlebnisfeld Heidengraben wird vom Zweckverband Region am Heidengraben betrieben. Zu den wichtigsten Attraktionen zählen das Heidengrabenzentrum, der Kelten-Erlebnis-Pfad sowie bedeutende Bodendenkmäler wie das rekonstruierte Zangentor G in Erkenbrechtsweiler, das Keltenmuseum und die Doppelwallanlage in Grabenstetten.
Neben den historischen Zeugnissen laden zahlreiche Wanderwege, Aussichtspunkte und die eindrucksvolle Landschaft der Schwäbischen Alb zur Erholung und Entdeckung ein.
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Heidengraben
K 1263
73268 Erkenbrechtsweiler