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Überprüfung Bioklima und Luftqualität in Bad Urach (27.04.2022)

Die Stadt Bad Urach ist als Heilbad und Luftkurort prädikatisiert. Für den Erhalt der Prädikate muss sich der Ort einer regelmäßigen Prüfung unterziehen bei der die lufthygienischen und bioklimatischen Verhältnisse gemessen und bewertet werden.

Die Prädikatisierung richtet sich nach den Vorgaben des Kurortegesetzes von Baden-Württemberg sowie den Bestimmungen des Deutschen Heilbäder- und Tourismusverbandes. Diese sollen gewährleisten, dass Gäste in Kurorten bioklimatische und lufthygienische Bedingungen vorfinden, die der Erholung und Gesundheit förderlich sind.

Bioklimatisch wird zwischen Schon-, Reiz- und Belastungsfaktoren unterschieden. Um die Gesundheit zu fördern, können sich Kurgäste und Erholungssuchende um Bad Urach gezielt stimulierenden Reizen aussetzen und diese so dosieren, dass ihr Immunsystem gestärkt wird. Zu Reizfaktoren zählen winterliche, trockene Kälte, Wind aber auch größere Temperaturschwankungen wie sie ganzjährig um Bad Urach zu erwarten sind. Die abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern bietet zusätzlich gute Voraussetzungen zur Ausnutzung von Schonklimaaspekten. Hier wirken Wälder im Winter schützend vor Kälte und Wind, im Sommer vor Hitze und zu hohem Strahlungsgenuss. Belastungsfaktoren sind im Sommer durch Wärme gegeben. Hiervon besonders betroffen sind neben dicht bebauten innerörtliche Bereichen auch die landwirtschaftlich genutzten Flächen entlang der Erms mit ihren Seitentälern.

Zur Feststellung der Luftqualität sind alle 10 Jahre Messungen durchzuführen, bei denen die Grob- und Feinstaub- sowie die Stickstoffdioxidkonzentration der Luft bestimmt werden. Diese obligatorische Messung wird ab Mai 2022 vom Deutschen Wetterdienst durchgeführt. Hierfür wird ein Jahr lang an zwei Messstandorten die Luftqualität gemessen. Dazu ist ein Standort mit Hintergrundbelastung und ein Standort mit voraussichtlich erhöhter Belastung ausgewählt. Im Kurpark nahe den Albthermen wird Grobstaub und Stickstoffdioxid gemessen, in der Pfählerstraße beim Kindergarten wird darüber hinaus noch die Feinstaubkonzentration ermittelt.

Vollständige Ergebnisse werden nach Ende der einjährigen Messkampagne voraussichtlich im Sommer 2023 vorliegen.

Bild: Messstation in der Pfählerstraße