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Schwäbische Alb behält UNESCO-Auszeichnung (01.04.2022)

Jetzt ist es offiziell: Der Geopark Schwäbische Alb darf sein UNESCO-Siegel behalten. Im Rahmen der Evaluation bereisten bereits im September 2021 internationale Gutachter die Alb und machten sich ein Bild davon, wie die Vorgaben und Ziele der UNESCO umgesetzt wurden.

Ulrich Ruckh (Geopark-Vorsitzender und Bürgermeister der Stadt Schelklingen) freut sich: „Der Geopark Schwäbische Alb hat das Potential, in der internationalen Gemeinschaft der UNESCO-Geoparks in der ersten Reihe mitzuspielen. Mit der Grünen Karte haben wir diese Chance gewahrt“. Ulrich Ruckh gibt aber gleichzeitig zu bedenken: „Die Grüne Karte war kein Selbstläufer. Wir müssen jetzt die nächste Hürde nehmen: das ist das klare Bekenntnis des Landes Baden-Württemberg für den Geopark Schwäbische Alb verbunden mit einer gesicherten Förderung.“

UNESCO Global Geoparks werden regelmäßig evaluiert und auf ihre Weiterentwicklung überprüft. Besondere Anerkennung sprachen die UNESCO-Vertreter*innen nun drei Projekten aus. Das Projekt „Geopark-Schule“ wurde lobend erwähnt, ebenso das Projekt „Reise in die Erdgeschichte“, das Besucher*innen entlang von Geopoints in allen zehn Alb-Landkreisen das kostbare Erbe der Schwäbische Alb vor Augen führt. Sichtlich beeindruckt waren die UNESCO-Vertreter*innen vom Projekt „GeoTürle“ im Landkreis Reutlingen – ein Gemeinschaftsprojekt des Geoparks mit dem Kreisamt für Nachhaltige Entwicklung des Landratsamtes Reutlingen. Es handelt sich um eine SDG-Geocaching-Tour rund um die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Sie wurde bereits mit zwei Nachhaltigkeitspreisen ausgezeichnet. Dr. Sandra Teuber (Geopark-Geschäftsführerin) sagt: „Das ist unsere Zukunftsvision: Projekte aus der Region für die Region zu entwickeln mit der Zielsetzung, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in unserer schönen Heimat zu verorten.“

Bild: Ulrich Ruckh (Geopark-Vorsitzender) und Dr. Sandra Teuber (Geopark-Geschäftsführerin) freuen sich über die Grüne Karte I © UNESCO-Geopark Schwäbische Alb

Über den UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb

Das Ziel des UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb ist es, Menschen für das wertvolle und vielseitige geologische Erbe des Naturraums Schwäbische Alb zu sensibilisieren und zu begeistern. Projekte werden in den Bereichen nachhaltige Regionalentwicklung, Geotourismus, Geo- und Umweltbildung, Geotopschutz und Besucherlenkung (Geopoints) realisiert. Die Gebietskulisse erstreckt sich mit rund 6.200 km2 über die gesamte Schwäbische Alb. Die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb ist einzigartig und ihr reiches erdgeschichtliches Erbe ist einmalig. Das hat die UNESCO veranlasst, dem Gebiet 2015 ihr Qualitätssiegel zu verleihen und in die Liste der bedeutendsten Naturlandschaften der Welt aufzunehmen.